Willkommen bei der Zahnarztpraxis

Thomas Hamann
und Partner

 

Berlin Wittenbergplatz

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Unsere Leistungen

Erfolgreiche Behandlungen erfordern ein starkes Team mit kompetentem Service. Deshalb ist uns eine individuelle und persönliche Betreuung, während der gesamten Behandlung, besonders wichtig. Bei uns erwartet Sie erstklassige Zahnmedizin im Herzen Berlins mit neuster digitaler Diagnostik und einem eigenen zahnmedizinischen Labor. Wir haben zusätzlich eine Spezialisierung auf Laserzahnheilkunde und besitzen ein integriertes Fortbildungszentrum. Um Ihnen den Zahnarztaufenthalt so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu gestalten, ist eine gute Betreuung selbstverständlich, sodass wir Sie mit einem gesunden und strahlenden Lächeln versorgen. In unserer barrierefreien und modernen Praxis bieten wir eine intensive Betreuung und Beratung. Dabei können Sie sich auf unsere langjährige Erfahrung in den Bereichen der Implantologie, Laserzahnmedizin und Kiefergelenksdiagnostik verlassen. Wir behandeln Sie mit modernster Technik in einer angenehmen und entspannten Atmosphäre. 

Implantologie:

Implantologie

Mehr Lebensqualität durch Zahn-Implantate

 

» Zum eBook „Praxisratgeber Implantologie – Zahnersatz und Lebensqualität“

Wenn eine Zahnlücke zu schließen oder eine ganze Zahnreihe zu ersetzen ist, stößt die tägliche Zahnmedizin an ihre Grenzen. Bei Fehlen entsprechender Haltepunkte, z.B. weil die dafür notwendigen natürlichen Zähne nicht vorhanden sind, können Implantate eingesetzt werden. Sie schaffen die Voraussetzung um ästhetisch und funktionell hochwertigen Zahnersatz zu ermöglichen.

Heute kann die Zahnmedizin Lösungen anbieten, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren. Menschen mit Lückengebiss oder gar vollständig zahnlosem Unter- oder Oberkiefer gehören der Vergangenheit an.

Viele Menschen leben heute mit künstlichen Zahnwurzeln. In manchmal fast ausweglosen Fällen konnte durch eine Versorgung mit Implantaten ästhetisch und funktionell hochwertiger Zahnersatz hergestellt werden. Allerdings hat auch die Implantatversorgung ihre Grenzen. Soll eine Implantation langfristig Erfolg haben, so ist die Mitarbeit des Patienten unbedingt erforderlich. Nur dem Patienten, der Tag für Tag eine umfassende Mundhygiene ausübt, kann mit Implantaten geholfen werden.

Implantologie
Implantologie
Implantologie
Implantologie

Bsp.: Zylinderimplantate

Fotos: mit freundlicher Genehmigung der Firma Sybron Implant Solutions GmbH

Was sind Implantate?

Implantat (lat.) bezeichnet einen künstlichen Körper, der in einen lebenden Organismus „eingepflanzt“ wird.

Implantate ersetzen fehlende Zähne einschließlich der Zahnwurzel. Sie werden anstelle der ehemaligen Zähne in den Kieferknochen eingesetzt. Während der Einheilung wächst der Knochen an das Implantat, so dass es letztlich stabil im Knochen sitzt. In der Einheilungszeit, die mindestens drei Monate dauert, liegt das Implantat unterhalb der Mundschleimhaut, die es in dieser Phase vor Belastungen schützt. Anschließend wird ein Aufbauteil in das Implantat eingeschraubt, auf dem der „neue Zahn“ wie eine herkömmliche Zahnkrone fest verankert wird.

Das Implantat nimmt anstelle der Zahnwurzel den Kaudruck auf und leitet ihn schonend in den Kiefer ein.

Für wen kommen Implantate in Frage?

Ziel jeder prothetischen Zahnbehandlung war es von jeher bei Zahnerkrankungen oder Verlust die natürlichen Verhältnisse wieder so naturgetreu wie möglich herzustellen. Je weniger Zähne vorhanden sind, desto schwieriger ist dieses Ziel zu erreichen. Häufig kann bei großen Prothesen keine einwandfreie Funktion über längere Dauer erreicht werden, da Veränderungen des Kieferknochens und der Mundschleimhaut auftreten können. Die Prothese passt nicht mehr genau, der Halt geht verloren.

Zahnimplantate ermöglichen bei vielen dieser Fälle eine bessere Lösung. Implantate kommen für alle zahnlosen Patienten mit schlechtem Prothesensitz und für Patienten mit großen und kleinen Zahnlücken in Frage.

 
Implantologie
Implantologie

Bsp.: Schraubimplantate

Fotos: mit freundlicher Genehmigung der Firma Sybron Implant Solutions GmbH

Aus welchem Material sind Implantate?

Das Material, aus dem die Implantate gefertigt sind, muss körperverträglich sein. Zahnärztliche Implantate bestehen hauptsächlich aus Titan, das zur besseren Knochenanlagerung auch beschichtet sein kann. Die Entscheidung, welches Material anzuwenden ist und welcher Implantat-Typ eingesetzt wird, ist von der individuellen Situation des Patienten abhängig. So kann es zu keiner materialbedingten Abstoßung kommen.

 

Wie werden Implantate gesetzt?

Vor der Behandlung mit Implantaten wird jeder Patient ausgiebig zahnmedizinisch untersucht. Karies an noch vorhandenen Zähnen und Parodontose müssen vorher behandelt werden. Im Falle einer vorliegenden Allgemeinerkrankung kann eine Abstimmung mit dem Hausarzt erforderlich sein. Spricht die Diagnose für eine Implantation, steht nach einer ausführlichen Besprechung und Aufklärung, einer Behandlung nichts mehr im Weg. Die Planung kann beginnen und die Operation durchgeführt werden. Der Eingriff wird in Lokalanästhesie durchgeführt. Der Kiefer wird an der Stelle freigelegt, an der das Implantat in den Knochen eingesetzt werden soll. Der Eingriff dauert je nach den einzusetzenden Implantaten zwischen 30 und 90 Minuten.

Zunächst wird das Implantat-Bett aufbereitet, das Implantat eingelegt und anschließend die Schleimhaut wieder vernäht. Die Abdeckung durch die Schleimhaut schützt es in der Einheilungsphase vor ungünstiger Belastung. Je nach individueller Situation ist das Implantat nach 3 bis 6 Monaten im Kieferknochen eingeheilt. In der Regel erhält der Patient in dieser Zeit ein Provisorium und steht unter regelmäßiger Kontrolle. Nach der Phase der Einheilung wird das Aufbauteil in das Implantat eingeschraubt, auf dem dann der Zahnersatz befestigt werden kann. Der anschließend angefertigte Abdruck zum Herstellen des Zahnersatzes wird im Labor prothetisch verarbeitet und danach dem Patienten eingesetzt. Genauso wie bei den Implantaten sollte auch bei der prothetischen Versorgung darauf geachtet werden, dass nur biokompatible Legierungen verwendet werden.

Schraubimplantat
Schraubimplantat
Schraubimplantat
Bsp.: Schraubimplantate  
Fotos: mit freundlicher Genehmigung der Firma Straumann

Wie lange halten Implantate?

Zuständig für den Langzeiterfolg der Implantate ist der Patient selbst. Durch eine besonders gewissenhafte und sorgfältige Mundhygiene kann gegen Zahnbelag und Entzündungen, die die Implantate gefährden könnten, vorgebeugt werden.

Es gibt viele Patienten, die Ihre Implantate schon seit Jahren beschwerdefrei tragen. Wenn der Patient bereit ist, alle Ratschläge zu befolgen, wird er für lange Zeit viel Freude an seinen festsitzenden „Dritten Zähnen“ haben.

Wer übernimmt die Kosten für Implantate?

Im Falle einer Behandlung mit Implantaten muss mit Kosten gerechnet werden, die der Patient in der Regel selbst bezahlen muss. Die zahnärztliche Implantologie ist nach dem derzeitigen Stand keine Kassenleistung.

Private Krankenkassen übernehmen meistens einen Teil der Gebühren.

Mehr Lebensqualität mit Implantaten

Die „neuen Zähne“ können dem Patienten zu einem neuen Selbstwertgefühl und zu mehr Lebensqualität verhelfen. Der Zahnersatz wird sowohl von Ihm selbst, als auch von Außenstehenden kaum bemerkt, da er funktionell, als auch ästhetisch günstig gestaltet werden kann. Die, im Volksmund so oft „Dritten“ genannt, können wie natürliche Zähne getragen werden.

Implantatprothetik:

Nach erfolgter Implantation müssen die künstlichen Wurzeln mit dem Naturknochen verwachsen. Dies geschieht in der Regel problemlos und ohne Abstoßungsreaktionen. Gefahrenquelle für diesen wichtigen Prozess sind in erster Linie bakterielle Infektionen an der Kontaktstelle zwischen Implantat und Zahnfleisch, die zur so genannten Periimplantitis führen und den Halt des Implantats gefährden können. Ausgangspunkt dieser Entzündungen sind zumeist bereits vorhandene Erkrankungen anderer Zähne, beispielsweise Parodontitis, oder schlichtweg die „Plaque“ genannten bakteriellen Zahnbeläge, die bei unzureichender Mundhygiene entstehen.

Erst wenn die Implantate starr mit dem Knochenapparat verwachsen sind und auch nach erfolgter Einheilung keine Entzündungen diagnostiziert werden, ist die Implantation erfolgreich abgeschlossen und die eigentliche prothetische Versorgung beginnt. Hier gibt es in Abhängigkeit von der Art der zu füllenden Lücke eine Vielzahl von Ersatzarten und -materialien. Ob Einzelkrone oder Brücke, die Spielarten sind vielfältig und müssen von Fall zu Fall auf die Situation und die Kassenlage des Patienten zugeschnitten werden. Für Implantatpatienten gibt es keine Altersgrenze, da Implantate grundsätzlich risikolos einsetzbar sind. Sie machen aber eine gute Pflege erforderlich. Daher sind eine gründliche Mundhygiene und die Teilnahme an der halbjährlichen Prophylaxebetreuung in der Zahnarztpraxis unerlässlich.

Chirurgie


Laser in der Zahnchirurgie

Seit mehr als vierzig Jahren werden bereits Laser in der Medizin und Zahnmedizin angewendet. Und zwar sowohl in der Therapie als auch in der Diagnostik. Auch in unserer Praxis findet der Laser seinen Einsatz in der Chirurgie und das hat gute Gründe:

  • Die Mundschleimhaut ist ein sehr gut durchblutetes Organ. Mit der Anwendung eines Lasers bei chirurgischen Eingriffen in diesem Bereich, erfolgt eine Operation fast vollständig ohne Blutung und bedeutend weniger traumatisch.
  • Die Behandlung erfolgt schmerzloser und eine Anästhesie ist in bedeutend geringerem Maße nötig. Nach der Wirkung einer Betäubung ist der Patient in der Regel bereits beschwerdefrei.
  • Chirurgische Schnitte erfolgen viel exakter als mit einem Skalpell , wodurch so gut wie kein Verlust oder Beschädigung von gesundem Gewebe eintritt.
  • es wird keine Naht benötigt und
  • entnommenes Gewebe ist ohne Probleme für histologische Untersuchungen zu verwenden.
  • Außerdem wird gesundes Gewebe durch die präzise Selektion erhalten und nicht geschädigt.
  • Im Gegensatz zum Einsatz von Elekrotomen bei größeren Excisionen (Entfernung von Gewebe) können auch Patienten mit einem Herzschrittmacher behandelt werden.

Mögliche Einsatzgebiete für Laser in der Zahnchirurgie sind

  • die Öffnung von Abszessen
  • die Gingivektomie (Zahnfleischabtragung bei Taschenbildung)
  • die Entfernung von Wurzelspitzen der Zähne (WSR) oder die Freilegung von Zähnen.
  • sowie Herpes- & Aphtenbehandlung

Wir führen alle zahnärztlich – chirurgischen Eingriffe in der Praxis durch.

Chirugie Chirugie
Vorbereitung des OP-Raumes Einstellen des WaterLaseMD™

Dazu gehören u.a.:

  • Extraktionen;
  • Weisheitszahnentfernungen;
  • Wurzelspitzenresektionen;
  • Zystenoperationen;
  • Lippen- und Zungenbandplastiken mittels Laser;
  • Abszesseröffnungen mittels Laser;
  • Probeexzisionen und Feingewebeuntersuchung;
  • Kieferkammaufbau (Agumentation);
  • Implantologie

Ästhetische Zahnheilkunde:

Ästhetik

Ästhetische Aspekte haben in der modernen Zahnheilkunde in den letzten Jahren einen sehr großen Stellenwert erhalten. Lag der Schwerpunkt der zahnärztlichen Tätigkeit in der Vergangenheit auf dem Gebiet der Sanierung von Defekten, steht heute auch die Vorbeugung dieser und das Streben nach perfektem Aussehen im Vordergrund. Hierbei helfen der Zahnfärbung entsprechende Füllungen aus Kunststoff und Keramik, Keramikkronen und Veneers.

Was Sind Veneers?

Veneers sind dünne, beinahe durchsichtige Keramikschalen. Der zu versorgende Zahn wird auf der Außenfläche lediglich um 0,7 mm dünn beschliffen und in der Schneidekante um ca. 1 mm gekürzt. In Ausnahmesituationen gibt es mittlerweile auch Spezialkeramiken, bei denen der Zahn bei der richtigen Indikation überhaupt nicht mehr beschliffen werden muss. Diese Keramiken zeichnen sich durch eine Schichtdicke von ca. 0,3mm aus.

Bild 1 Bild 2
Bild 3 Bild 4

Bild 1: Ausgangssituation
Bild 2: Endsituation
Bild 3: Veneerverblendung von vorn
Bild 4: Zahnreihe mit Veneerverblendung

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Olaf v. Iperen

 

Wo können Veneers zur ästhetischen Verbesserung eingesetzt werden?

  • bei unschönen Zahnformen oder zu dunkler Zahnfarbe
  • bei Frontzähnen mit vielen Füllungen unterschiedlicher Färbung
  • bei Beschädigung der Frontzähne infolge von Unfällen
  • bei kleinen Fehlstellungen der Frontzähne ohne zusätzliche kieferorthopädische Therapie

Vorteile von Veneers

Der größte Teil der Zahnsubstanz wird geschont, denn die vom Zahntechniker individuell gestalteten Veneers werden auf die vorbereiteten Zahnflächen mit Spezialkunststoffen aufgeklebt. Veneers zeigen am Zahnfleisch keine Ränder, der Übergang zum natürlichen Zahn ist unsichtbar. Hierdurch wird ein makelloses ästhetisches Ergebnis erzielt. Die Funktionstüchtigkeit eines Zahnes mit Veneer gleicht der eines gesunden Zahnes, er ist voll belastbar.

Amalgamsanierung

Amalgam in aller Munde

Dieser sehr zweideutige Satz beschreibt sehr genau, mit welchem Problem die Zahnmedizin in den vergangenen Jahren konfrontiert wurde. Fast ein jeder ist durch öffentliche Diskussionen, die den Einsatz dieses Stoffes als zahnmedizinisches Füllungsmaterial betrifft, an die Thematik herangeführt und teilweise verunsichert worden.

Die Mehrzahl der Bevölkerung fühlt sich sogar direkt betroffen, da Amalgam über Jahre hinweg uneingeschränkt und beinahe ausschließlich zum Auffüllen von Zahndefekten verwandt wurde. Immer mehr Amalgamfüllungen werden inzwischen mit anderen Füllmaterialien ausgetauscht.

Das hat zum einen kosmetische Gründe, da Amalgam ein sehr dunkles Material ist und ein „strahlend weißes Lächeln“ beeinträchtigt. Zum anderen besteht bei einigen Patienten die Sorge, dass die Füllung, in ihrer Zusammensetzung aus verschiedenen Metallen, gesundheitlich bedenklich ist. Auch der Zahnarzt empfiehlt aus bestimmten Gründen den Austausch des Amalgams. Zum Beispiel bei überdimensionierten, zu kleinen oder kaputten Füllungen. Mögliche Ersatzfüllungen sind unterschiedliche Arten von Kunststofffüllungen und Inlays in Keramik oder Gold.

Gründe für den Austausch von Amalgamfüllungen – Patientenwunsch

Patienten selbst möchten die Amalgamfüllungen austauschen lassen, weil sie entweder aus kosmetischen Gründen keine dunklen Füllungen haben möchten und Wert auf ein rundum „weißes“Lächeln legen oder eine hoch- bis „höchst“wertige Füllungstherapie bevorzugen.

Einige Patienten bewegen auch gesundheitliche Sorgen zum Austausch: Zum einen befürchten sie, dass unterschiedliche Metallfüllungen zu Mikroströmen führen können, mit der Folge gesundheitlicher Schädigungen. Bei anderen Patienten besteht die Befürchtung, dass Amalgam Grund für gesundheitliche Beschwerden ist.

Amalgamfüllungen  
Amalgamfüllungen
Amalgamfüllungen

Gründe für den Austausch von Amalgamfüllungen – Zahnärztliche Empfehlung

Ein Amalgamaustausch kann in bestimmten Fällen auch auf Empfehlung des Zahnarztes erfolgen. Die Gründe können hier sein: überdimensionierte, zu kleine, kaputte Füllungen, Füllungen ohne Kontakt zum Nachbar- oder gegenüberliegenden Zahn, solche mit Karies am Rand oder mehrfach „geflickte“, Füllungen die schon beim Lächeln sichtbar sind oder bei Patienten, die auf eine merkurioskopischen Idiosynkrasie (starke Quecksilber-Überempfindlichkeit) hindeuten.
Der Austausch von Amalgam findet unter den individuell notwendigen Vorsichtsmaßnahmen statt und reicht vom starken Wassereinsatz mit guter Absaugung bis hin zum Anlegen eines sogenannten Kofferdammes (Spanngummischutz). Als Ersatz kommen unterschiedliche Arten von Kunststofffüllungen und Inlays in Keramik oder Gold in Frage.
In einigen Fällen kann sich eine Amalgamausleitung auf medikamentösem Wege anschließen.
Was hat es nun mit diesem Material auf sich?

Amalgam ist eine Mischung aus einem Metallpulver und Quecksilber (HG). Wird ein Silber-Zinn-Kupfer-Pulver mit Quecksilber vermengt, ergibt sich eine plastisch verformbare Paste: das zahnärztliche Amalgam. Ausgiebiges und intensives Durchmischen der Komponenten ist für die Eigenschaften des Amalgams ausschlaggebend. 10 – 30 Minuten verbleiben dem Zahnarzt danach, um das Füllungsmaterial in den Zahn einzubringen und die passende Form für den späteren Biss zu gestalten. Nach einer Stunde hält die Füllung einer gewissen Belastung stand, nach 24 Stunden hat sie die angestrebte Festigkeit erreicht.

Die Vorteile des Materials stützen sich auf folgende Punkte

  • insgesamt ist eine einfache, preiswerte und schnelle Füllungstechnik möglich,
  • es ist vielseitig einsetzbar und leicht zu verarbeiten
  • es zeigt sich kein gehobener Anspruch in Bezug auf eine Form des Zahndefekts
  • hohe Bruch- und Druckfestigkeit
  • lange Haltbarkeit und klinisch bewährt

Die Nachteile sind hingegen

  • ästhetisch unbefriedigende Farbgebung
  • im Frontzahnbereich nicht einsetzbar
  • Spaltenbildung, Möglichkeit zur erneuten Kariesbildung
  • Verfärbungen des Zahnes
  • Unerlässlichkeit einer Unterfüllung
  • gesundheitliche Gefährdung des Zahnarztes bei nicht sachgemäßer Verarbeitung
  • potentielle allergische und toxische Gefährdung durch eine – wenn auch geringe – zusätzliche Belastung des Organismus durch Quecksilber.

Aus Kupferamalgam, sehr selten aus Edelamalgam, kann Quecksilber (Hg) in kleinen und kleinsten Mengen in den Organismus gelangen. Es kann zwar von einer Hg-Gefährdung, jedoch nicht von einer Hg-Vergiftung gesprochen werden.

  • Kupferamalgame sollten nicht mehr verwendet werden
  • wichtig ist die korrekte Verarbeitung der Amalgame, um die Hg-Abgabe möglichst gering zu halten; Edelamalgame lösen sich selten auf

Anwendungsbeschränkungen

  • retrograde Wurzelfüllungen, da das Material direkten Kontakt zum Knochengewebe hat
  • Aufbaufüllungen unter gegossenen Kronen, da sich durch das Aufeinandertreffen zweier verschiedener Metalle eine elektrische Leitfähigkeit mit ihren Folgen ergibt
Zahnfarbene Füllungen

Nicht nur dunkle Amalgamfüllungen wirken wie Störflecken im ansonsten weißen Gebiss und verhindern eine zufrieden stellende ästhetische Gesamterscheinung. Auch weiße Füllungen können mitunter dunkel erscheinen, da sie beim Aufhellen der natürlichen Zahnsubstanz nicht gleichzeitig mit heller werden, sondern ihre Farbe behalten. Je „weißer“ also die natürlichen Zähne nach dem Füllen gemacht werden, desto dringender wird unter Umständen auch ein Austausch oder eine Behandlung der Füllungen. Dabei helfen unterschiedliche Verfahren und Materialien:

Komposite

Kunststofffüllungen mit dem so genannten Komposit werden im vorderen Zahnbereich, bei Schäden an den Zahnhälsen, oder für kleine bis mittelgroße Füllungen im Seitenzahnbereich eingesetzt. Sie sind substanzschonend, ästhetisch ansprechend und kostengünstig. Sie können in einer einzigen Sitzung fertiggestellt werden und sind bei kleinen bis mittelgroßen Füllungen genauso und bei größeren Füllungen fasst so haltbar wie das bekannte, aber ästhetisch weniger ansprechende Amalgam. Im Frontzahnbereich ist Komposit auch zur Wiederherstellung der ursprünglichen Zahnform geeignet, zum Beispiel bei unfallbedingt abgebrochenen Schneidekanten. Diese werden mit speziellen Kompositen versorgt, wobei in der Regel durch das Übereinanderschichten mehrerer Farbtöne ein natürliches Erscheinungsbild erreicht wird. Überaus wichtig ist bei Kunststofffüllungen eine besonders intensive Mundhygiene, da sich an den Füllungsrändern leichter Verfärbungen entwickeln können. Karies in diesem Bereich entsteht mit einem nicht höheren Risiko als bei anderen Füllungswerkstoffen, wenn die Zähne (wie auch bei anderen Füllungswerkstoffen), korrekt gepflegt werden.

Im Vergleich zu anderen Füllungs-Materialien (hier generell zu keramischen Inlays) hat Komposit allerdings Defizite.

Zum Beispiel bezüglich des Materialabriebs, im Gegensatz zu Keramik und Gold, sowie hinsichtlich der Farbstabilität, im Gegensatz zu Keramik, und auch bezogen auf die Formstabilität, im Gegensatz zu Keramik und Gold.

Außerdem werden die Kosten für Kunststoff-Füllungen im Seitenzahnbereich von den Krankenkassen zurzeit nur in Höhe der Kosten für Amalgamfüllungen übernommen. Handelt es sich um Füllungen aus ästhetischen Gründen, zahlt die Krankenkasse nichts.

Keramik-Inlays

Keramik-Inlays führen bei größeren Defekten im Seitenzahnbereich zu den langlebigsten und ansehnlichsten Behandlungsergebnissen. Im Gegensatz zu direkten Füllungen kann Keramik nicht im Mund ver- und bearbeitet werden. Daher wird eine Abformung von den Zähnen genommen und in ein Dental-Labor geschickt, wo Zahntechniker die „Einlagen“ passgenau anfertigen und farblich exakt an die natürlichen Zähne anpassen. In einer zweiten Sitzung werden die Inlays dann mit Hilfe eines zahnfarbenen Komposits eingesetzt. Optisch ist das Ergebnis meist so perfekt, dass der Zahn anschließend vollkommen unberührt erscheint. Durch ihre hohe Kaustabilität und so gut wie keinen Materialabrieb stellen Keramik-Inlays eine sehr dauerhafte, aber drei- bis viermal so teure Lösung dar wie Komposit-Füllungen.

Eine beschleunigte Inlay-Einpassung ermöglicht das so genannte Cerec-Verfahren. Dabei wird der vorbereitete zu versorgende Zahn oder das Modell nach der Abdruckabnahme mit einer Spezial-Kamera aufgenommen. Auf Grundlage der so gewonnenen Daten konstruiert ein Computer das Inlay und fräst es aus einem Keramikblock heraus.

Für gebleichte Zähne werden seit Kurzem sowohl Keramikmassen als auch Cerec-Keramikblöcke in Spezialfarben angeboten.

Keramik-Inlay Keramik-Veneers Keramik-Frontschale
Keramik-Inlay Kunststoff- / Goldfüllung Keramik-Frontschale

Veneers

Eine ebenfalls sehr elegante und zahnschonende „Optimierung“ von Zähnen und Füllungen ermöglichen Veneers. Um sie einzusetzen wird nur eine dünne Schicht von der Frontzahnoberfläche abgetragen. Anschließend werden die grazilen Verblendschalen einfach auf die verfärbten Zähne aufgeklebt. Reicht ein Veneer nicht aus, um beispielsweise einen sehr dunklen Frontzahn zu kaschieren, kann es auch in Kombination mit einem vorausgehenden Bleaching eingesetzt werden. Verblendschalen dienen nicht nur einer perfekten Farbgestaltung, sondern auch einer optimalen Rekonstruktion der Zahnform. So lassen sich verlorene Frontzahnecken oder -spitzen durch das Aufkleben passender Teil-Veneers recht einfach ersetzen.

Bild 1 Bild 2
Bild 3 Bild 4

Bild 1: Ausgangssituation
Bild 2: Endsituation
Bild 3: Veneerverblendung von vorn
Bild 4: Zahnreihe mit Veneerverblendung

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Olaf v. Iperen

Prothetik:

Kiefergelenksdiagnostik

Manuelle und Instrumentelle FAL und Cadiax

Das Kiefergelenk ist das komplizierteste Gelenk in unserem Körper. Nicht nur, dass es ein so genanntes Drehgleitgelenk ist, bei Seitwärts-Bewegungen verändert sich das linke Kiefergelenk niemals ohne das rechte. Zusätzlich bewegt sich das linke Kiefergelenk zur Mitte hin. Wobei sich gleichzeitig das rechte Kiefergelenk entweder gar nicht oder aber in alle Himmelsrichtungen drehen kann.
Bei allen Bewegungen, insbesondere den nichtphysiologischen, können nun Schmerzen ausgelöst werden. Entweder durch Druck auf die so genannte Bilaminäre Zone hinter den Kieferköpfchen oder durch Reizung bei verlagertem Diskus (sog. „Stoßdämpfer“ zwischen Kiefergelenkköpfchen und Kiefergelenkpfanne). Aber auch durch die Störung diverser anderer Strukturen des Kiefergelenkes und seiner Nachbarschaft können Schmerzen auftreten.

Um die Ursache für die Schmerzen des Patienten zu finden, muss eine genaue Diagnostik mit einhergehender Untersuchung und individueller Befragung durchgeführt werden.

Bei der anschließenden Funktionsanalyse wird eine eingehende Untersuchung des Kausystems durchgeführt. Mit den Ergebnissen dieser Begutachtung wird über die entsprechenden Verfahren zur Schmerzlinderung und –beseitigung entschieden. Je nach Diagnose können weitere Verfahren zur Ursachenfindung notwendig sein. Die sich anschließende Therapie (z.B. Aufbiss-Schienen, Stressbewältigung aufgrund von Knirschen und Pressen, medikamentöse Therapie und Krankengymnastik) wird den Bedürfnissen des Patienten entsprechend abgestimmt.

Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur, Gelenkgeräusche (Reiben und/oder Knacken), Einschränkung der Bewegungsmöglichkeit des Unterkiefers und Verspannungen der Kaumuskulatur gehen häufig von den Zähnen aus. Zahnfehlstellungen, Zahnverlust, mangelhafter Zahnersatz, schlechte Füllungen sowie das Knirschen und Pressen mit den Zähnen (Stress) können die Ursache für Beschwerden im Bereich der Kiefergelenke sein. Durch die enge Lagebeziehung mit den Ohren, werden Schmerzen des Kiefers häufig als Ohrenschmerz empfunden. In solchen Fällen findet der Hals-, Nasen-, Ohrenarzt häufig keine Erklärung für die Schmerzen. Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Zähne bilden eine Einheit, daher muss jede Diagnostik und vor allem auch die Therapie, alle Bestandteile dieses Systems berücksichtigen. Prinzipiell darf das Kiefergelenk nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Teil des Ganzen. Das bedeutet, dass z.B. Beschwerden in der Kiefergelenkregion durchaus ihre Ursache in einer Fehlstellung der Wirbelsäule oder einer verspannten Rückenmuskulatur haben können. Das gleiche gilt auch umgekehrt.

Verschiedene Ursachen für Schmerzen im Kiefergelenkbereich

  • Gelenkbezogene Ursachen wie z.B. Verlagerung der Gelenkscheibe (Knacken bei Mundöffnung, Mundöffnungseinschränkung und Reibegeräusche)
  • Arthrose (zerstörte Gelenkscheibe – Knochen reibt auf Knochen)
  • Muskuläre Schmerzen – Verspannung der Kaumuskulatur durch Knirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne (ausgelöst durch Stress, fehlende Zähne und falschem Zahnersatz)

Funktionsanalyse

Eine genaue Diagnostik mit eingehender Untersuchung und Befragung des Patienten ist immer notwendig, um die Ursache für die Schmerzen zu finden.

Als erstes wird eine Funktionsanalyse durchgeführt. Es handelt sich hierbei um eine eingehende Untersuchung des Kausystems. Aufgrund der damit gewonnenen Erkenntnisse können weitere diagnostische Verfahren, wie z.B. bildgebende Verfahren (Röntgen, Kernspintomographie), Vermessungen etc. erforderlich werden.

Je nach Diagnose können verschiedene Therapien indiziert sein, z.B. Aufbiss-Schienen, Stressbewältigung (Knirschen, Pressen), medikamentöse Therapie und Krankengymnastik über leichtes Einschleifen der Störkontakte an den vorhandenen Zähnen bis hin zu neu gestaltetem Zahnersatz.

 

Kiefergelenksdiagnostik Kiefergelenksdiagnostik

Manuelle & Instrumentelle Analyse

Was die Diagnostik betrifft, muss man vor die oben erwähnten bildgebenden Verfahren eindeutig die Manuelle und Instrumentelle Funktionsanalyse stellen.

Zwischen Manueller Funktionsanalyse und Instrumenteller Funktionsanalyse wird hierbei unterschieden, da sie grundsätzlich unterschiedliche Ziele verfolgen. Bei der manuellen Funktionsanalyse soll herausgefunden werden, welche Strukturen des Kiefergelenkes erkrankt sind. Dies geschieht in der Regel durch verschiedene Drucktechniken, bei denen mit angemessenem Druck auf das Kiefergelenk, die erkrankten Strukturen ermittelt werden. Mit entsprechender Erfahrung und Technik können feinste erkrankte Areale lokalisiert werden.

Bei der Instrumentellen Funktionsanalyse soll in erster Linie die Art und Weise, wie sich das jeweilige Kiefergelenk bewegt, beobachtet werden, da es hier erhebliche Unterschiede geben kann. Entweder wird mit älteren Techniken auf Papierschreibplatten die Bewegungsbahn zweidimensional festgehalten oder mittels elektronischen Schreibgeräten und Computerunterstützung dreidimensional die Bewegung des Patienten analysiert. Damit wird im Wesentlichen der Artikulator (auch Kausimulator genannt) programmiert, um die Bewegungsbahnen zu analysieren und eventuell die Orte der Schädigung noch genauer bestimmen zu können. Hier sind insbesondere das Cadiax, IPR und DIR System zu nennen.

 

Kiefergelenksdiagnostik Cardiax-Gesichtsbogen
Schema eines Kausimulators (Artikulators) Der angelegte Cardiax-Gesichtsbogen im Schema
Prothetik

Sind Zähne stark beschädigt oder ohne Wurzel, ist es nötig sie zu verstärken, da sie brüchig und porös werden. Fehlen Zähne ganz oder müssen entfernt werden, können Prothesen sie in ihren vielfältigen Funktionen ersetzen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Kronen, Brücken oder Prothesen anzuwenden.

Die zahnärztliche Prothetik bezeichnet das medizinische Fachgebiet, welches sich mit der Behandlung, Versorgung und Betreuung bei Zahnverlust oder ausgeprägten Zahnhartsubstanzschädigungen beschäftigt. In dieser Aussage sind alle Aspekte der Behandlung zusammengefasst: die biologischen, funktionellen, psycho-sozialen, materialkundlichen und technologischen. Damit trägt der Zahnarzt als Fachmann für Zahnmedizin und Prothetik am Patienten eine hohe Verantwortung.

Im Vordergrund unserer Behandlung steht immer ein patientenzentrierter, präventiver und auf den gesamten Gesundheitsnutzen ausgerichteter Ansatz, um dem Patienten die individuell optimalste Lösung anzubieten. Dafür stehen in unserer Praxis spezielle hochmoderne Geräte und Techniken zur Verfügung.

 

Kronen und Brücken

Das Cerecgerät
Das Cerec-Gerät
Foto mit freundlicher Genehmigung von Sirona Dental Systems GmbH

Ein Zahn mit devitalisierter (abgetöteter) Pulpa wird brüchig und kann sich verfärben. Für diesen Fall ist die Herstellung einer Krone vorgesehen. Kronen werden auch lebendigen Zähnen aufgesetzt, wenn sie stark zerstört sind. Die Kronenfunktion besteht in der Wiederherstellung einer vollwertigen Kaufunktion und der Übereinstimmung mit ästhetischen Anforderungen. Es gibt Metall- und Ganzkeramikkronen, mit denen die Ästhetik der Zähne verbessert werden soll. Natürliche Schmelzdurchsichtigkeit lässt sich imitieren, weil Ganzkeramikkronen metallfrei sind.

Eine beschleunigte Kronen-Einpassung ermöglicht das so genannte CEREC-Verfahren.

Dabei wird der vorbereitete, zu versorgende Zahn oder das Modell nach der Abdrucknahme mit einer Spezialkamera aufgenommen.

Auf Grundlage der so gewonnenen Daten konstruiert ein Computer die Krone und fräst sie aus einem Keramikblock.

Für gebleichte Zähne werden seit kurzem sowohl Keramikmassen als auch CEREC-Keramikblöcke in Spezialfarben angeboten.

Stiftaufbau bzw. Stumpfeinlage

Bei einer völlig zerstörten Zahnkrone ist es nicht notwendig, die verbliebene Zahnwurzel zu extrahieren. In diesem Fall wird eine Stumpfwurzeleinlage, der sogenannte Stift, hergestellt. Durch die genaue Nachahmung der Zahnkanalform lässt die Stumpfwurzeleinlage zu, dass sich die Kaubelastung zwischen der Wurzel und dem wiederhergestellten Zahnstumpf, dem anschließend eine Krone aufgesetzt wird, verteilt.

Brücken (Brückenzahnprothesen)

Eine Brücke kann aus Metallkeramik auf Grundlage verschiedener Legierungen (sowohl aus Edelmetalllegierungen als auch medizinischen biokompatiblen Sonderlegierungen) hergestellt werden. Durch präzises, qualitätsgerechtes Metallgießen ist es möglich, das Gerüst einer brückenartigen Prothese fest und gleichzeitig auch „leicht“ und „grazil“ zu gestalten, wobei die anatomische Form der natürlichen Zähne vollständig nachgebildet wird. Das ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Vorbeugung der Parodont-Erkrankungen (Entzündungen, Blutungsbereitschaft, Verfärbung, schmerzendes Zahnfleisch, Bildung von pathologischen Taschen).

Mittlerweile gibt es auch vollkeramische Brücken, die im so genannten CAD/CAM- Verfahren aus einem keramischen Rohling heraus geschliffen werden. 

Herausnehmbare Zahnprothesen

Herausnehmbare Zahnprothesen sind sehr beliebt, weil sie ganz einfach und schnell hergestellt werden können und nur in wenigen Fällen Gegenindikationen haben. Sie bestehen, wenn sie nur übergangsweise getragen werden sollen, aus Kunststoff mit handgebogenen Klammern. Bei geplantem Dauertragen dieser Prothesen bestehen sie aus einer Kombination einer speziellen Metall-Legierung (Modellgussprothesen) als Basis, mit Kunststoff und Kunststoffzähnen bzw. Keramikzähnen.

Modellgussprothesen (Bügelzahnprothesen)

Die Anwendung eines Metallbügels lässt es zu, dass sich die Kaubelastung zwischen der Schleimhaut und den restlichen Zähnen gleichmäßig verteilt. Die Prothese kann kleiner, langlebiger und anwenderfreundlicher gestaltet werden. Dadurch verringert sich die Zeit für die Angewöhnung an die Prothese. Der Halt einer Modelgussprothese kann vielgestaltig sein. Es bieten sich an: Teleskopkronen, Riegel, Anker, Klammern, Scharniere und vieles andere mehr.

Teleskopkronen

Mit der Befestigung an Teleskopkronen wird die ungleichmäßige hebelartige Zahnbelastung und in der Folgezeit das dadurch bedingte Losewerden der Stützzähne ausgeschlossen. Eine Teleskopkrone besteht aus zwei Kronen. Die erste Krone sieht wie eine Metallkappe aus, die dem präparierten Zahn aufgesetzt wird. Die zweite Krone ist ein Teil der herausnehmbaren Prothese, mit der die Form der ersten Krone von innen und die des natürlichen Zahnes von außen genau nachgebildet werden.

Totalprothese (total herausnehmbare Zahnprothese)

Totalprothesen werden komplett aus Kunststoff und Kunststoffzähnen bzw. Keramikzähnen hergestellt. Die Qualität einer herausnehmbaren Zahnprothese hängt in starkem Maße von der Qualität der verwendeten Dentalmaterialien ab.

Prophylaxe & Paradontologie:

Individualprophylaxe

Der Weg zu einem schönen und gesunden Gebiss – zum Erhalt der eigenen Zähne ein ganzes Leben lang – führt über eine systematisch vorbeugende Betreuung und Pflege.

 

Die Prophylaxe ist der wichtigste Zweig der Zahnheilkunde. Ohne sie sind alle anderen Maßnahmen nicht sinnvoll. Das Biotop der Mundhöhle beeinflusst das allgemeine Wohlbefinden weit stärker als allgemein angenommen wird. Der Mund wird zur Nahrungsaufnahme und zum Sprechen benötigt, Gefühle werden mit ihm ausgedrückt. Darüber hinaus sind die Zähne als Stütze der Lippen und Wangen von großer Bedeutung für das Aussehen des Gesichts. Gesunde Zähne sind ein Schmuck und sie betonen das Gefühl von allgemeiner Gesundheit.

 

Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches sind weit verbreitet. Ein großer Prozentsatz der Bevölkerung ist davon betroffen. Zahnärzte können jedoch helfen, die langsame und oft schmerzhafte Schädigung von Zähnen und umgebenden Geweben zu verhindern. Es gibt wenig in der Zahnheilkunde, dass so gesichert und unbestritten ist wie die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen. Aus langjähriger Erfahrung mit der Prophylaxe und gegründet auf internationale Forschungsergebnisse, können Zahnärzte ein Vorbeugeprogramm anbieten, welches bei konsequenter Einhaltung erfolgreich ist. Auch Behandlungen von bestehenden Schäden an Zahn und Zahnfleisch sind nur sinnvoll, wenn eine intensive, organisierte und kontrollierte Prophylaxe betrieben wird.

 

Mögliche Schritte einer Prophylaxebehandlung

 

Individualprophylaxe Individualprophylaxe Individualprophylaxe Individualprophylaxe
Individualprophylaxe Individualprophylaxe Individualprophylaxe Individualprophylaxe

 

  1. Ausgangszustand vor der Sitzung
  2. Anfärben der Beläge
  3. prof. Reinigung mit Ultraschall
  4. prof. Reinigung mit Handinstrument
  5. Politur der Zähne mit Pulverstrahlgerät
  6. Politur der Zähne mit Polierpaste
  7. Floridierung der Zähne
  8. Behandlungsziel: saubere und gesunde Zähne

 

mit freundlicher Genehmigung von EMS mit freundlicher Genehmigung von EMS

 

Was unterscheidet die Systematische und Organisierte Individualprophylaxe von der Kassenprophylaxe?

 

Keine Altersbegrenzung

 

Auch vor dem 6. und nach dem 18. Lebensjahr leiden viele Patienten unter Karies.
Zahnärzte empfehlen die Systematische Individualprophylaxe daher für alle Altersgruppen.

 

Maßnahmen

 

Zahnärzte wissen, dass häusliche Zahnpflege nicht ausreicht. Aus diesem Grund führen sie bei der Systematischen Individualprophylaxe die professionelle mechanische Zahnreinigung durch. Nur in dieser Art von Prophylaxebehandlung kann der Zahnarzt nach der professionellen mechanischen Zahnreinigung Fluorid als Medikament in geringster Menge und höchstem Wirkungsgrad sinnvoll einsetzen. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestimmen Art und Umfang der Maßnahmen.

 

Häufigkeit

 

Häufigkeit und Zeitaufwand für Prophylaxemaßnahmen richten sich nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten und werden nicht durch die Vorschriften der Krankenkasse begrenzt.

 

Zuwendung

 

Die zur Verfügung stehende Behandlungszeit wird individuell bemessen. Gute Prophylaxe braucht Zeit und Geduld!

 

Parodontitisbehandlung

Parodontitisbehandlung – Vorbeugen und Pflegen:

Parodontitis (im „Volksmund“ Parodontose genannt) ist die Erkrankung des Zahnbettes. Etwa 80% aller Menschen leiden unter dieser Krankheit. Die Parodontitis verläuft meistens schmerzlos und zieht sich über Jahre hin. Die Erkrankung ist in der Hauptsache die Folge von nicht optimaler Mundhygiene. Eine einseitige und vitaminarme Ernährung kann aber, ebenso wie übermäßiger Nikotingenuss, die Ausbildung der Erkrankungen fördern.

Eine beginnende Parodontitis lässt sich an bestimmten Symptomen, wie zur Blutung neigendes Zahnfleisch und unangenehmer Beigeschmack, erkennen. Durch regelmäßige Zahnreinigung und Behandlung des Zahnfleisches, vielseitiger, gesunder Ernährung, sowie einer mindestens halbjährlichen Untersuchung beim Zahnarzt kann einer Parodontitis wirksam vorgebeugt werden.

Krankheitsverlauf

Bei der Parodontitis kommt es zuerst immer zu einer Entzündung des, den Zahnhals umgebenden, Zahnfleischsaumes (Gingivamanschette). Anschließend wandert die Erkrankung weiter und dringt in die Tiefe des Zahnbettes ein, in das die Zähne eingelagert sind (Alveolen). Das Zurückziehen des Zahnfleisches lässt sich nicht mehr aufhalten und die Knochenfächer werden immer kleiner. Die Zähne werden locker und stören beim Sprechen und Kauen. In den meisten Fällen lässt sich eine Entfernung der Zähne zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vermeiden.

 

PerioScan
Ultraschallsystem PerioScan
Foto mit freundlicher Genehmigung von Sirona Dental Systems GmbH

Parodontitisentwicklung – Früherkennung

Eine Parodontitis kann an folgenden Merkmalen erkannt werden: die Zähne werden länger, weil sich das Zahnfleisch zurückzieht, es entsteht Mundgeruch, die Frontzähne wandern und kippen nach außen, es entstehen Zahnlücken, die vorher nicht waren. Frühzeitige Erkennungsmerkmale sind verstärkte Blutungsneigung des Zahnfleisches und ein unangenehmer „Beigeschmack“.

 

Parodontitisentwicklung – Selbsthilfe

Vermieden werden kann eine Parodontitis durch regelmäßige Zahnreinigung und Behandlung des Zahnfleisches. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung spielt ebenfalls eine sehr große Rolle, sowie die halbjährliche Untersuchung beim Zahnarzt. Wenn das Zahnfleisch eine blass-rosa Farbe hat, ist es gesund. Feine zipfelförmige Ausläufe, Papillen genannt, füllen die Zahnzwischenräume aus.

Entzündetes Zahnfleisch bekommt eine starke Rotfärbung und neigt zum Bluten. Beim Zähneputzen kann das sehr schmerzhaft sein.

Vorsorge Zähneputzen – aber richtig!

Im Folgenden wird eine, von vielen angewandte Zahnputztechnik vorgestellt.

Entsprechend dem jeweiligen Alter (Kind oder Erwachsener), mögliche Vorerkrankungen berücksichtigend, je nach dem, ob elektrisch oder mit einer Handzahnbürste geputzt wird, gibt es individuelle Unterschiede in der optimalen Putztechnik. Die für Sie richtige Putztechnik erläutern wir Ihnen gern in einer Prophylaxesitzung in unserer Praxis.

Nach jedem Essen (3 x täglich) sollten die Zähne geputzt werden, so können keine schädlichen Zahnbeläge entstehen.

Die empfohlene Zeit für die Zahnreinigung beträgt 3 Minuten.

Der Mund wird zuerst kräftig ausgespült und das Wasser durch die Zahnzwischenräume gepresst, um bereits die frischen Speisereste zu lösen.

Anschließend werden zuerst die Außenflächen der Zähne mit Zahnpasta und Zahnbürste gereinigt. Bei leicht geöffnetem Mund wird am letzten Backenzahn im linken Oberkiefer begonnen. Es werden, mit leichtem Druck, kleine kreisende Bewegungen an jeweils 2 – 3 Zähnen durchgeführt, – das Ganze ca. 10 Mal. Anschließend wird die Zahnbürste etwas weiter vorn wieder angesetzt. Auf diese Weise werden die Zähne in kleinen Abschnitten, bis hin zur rechten Seite des Oberkiefers gesäubert. Gleiches Vorgehen versteht sich im Unterkiefer. Es wird unten links am letzten Backenzahn begonnen, die Innenflächen sollten nicht vergessen werden. Zum Schluss werden noch alle Kauflächen geputzt. Jetzt ist Hin- und Her-Schrubben erlaubt. Anschließend wird der Mund wieder kräftig ausgespült, damit alle weggeputzten Speisereste entfernt werden. Aufgepasst, beim Zähneputzen von den Seiten nicht zu starken Druck ausüben, sonst ziehen sich die filigranen Gewebe um die Zähne zurück und man „schrubbt“ sich die Zahnhälse frei. Mit einem maximalen Druck, der etwa 200 Gramm entspricht, soll geputzt werden. Nicht die Kraft, sondern die Zeit ist entscheidend.

Parodontitisentwicklung Parodontitisentwicklung Bewegungsablauf innen Bewegungsablauf außen
  1. Reinigung mit Zahnbürste
  2. Reinigung mit Zahnseide
  3. Bewegungsablauf innen
  4. Bewegungsablauf außen
 

Es gibt noch viele andere Dinge, die berücksichtigt werden sollten. Wir als Praxisteam können hier noch viele Tipps in der Prophylaxe geben.

Was ist zu tun, wenn sich die ersten Anzeichen einer Parodontitis zeigen?

Der erste Weg führt in die Zahnarztpraxis. Hier kann festgestellt werden, ob es sich um eine Parodontitis handelt, welchen Schweregrad sie hat und welche Therapieschritte notwendig sind.

In der Regel wird sich eine professionelle Zahnreinigung anschließen. Nach einigen Vorbehandlungsterminen wird dann der Bereich tief in der Tasche gereinigt. Hier kommen in der Regel spezielle Handinstrumente zum Einsatz. Zur Unterstützung bzw. zur Optimierung des Behandlungsergebnisses werden in unserer Praxis zusätzlich auf Wunsch zum Beispiel Ultraschallgeräte, die speziell festgelegte Bewegungen ausführen, eingesetzt.

Vector Vector Vector Vector
Fotos: mit freundlicher Genehmigung der Firma Dürr Dental
  1. Der Vector™
  2. Bild 2 – 4: Der Vector™ im Einsatz

Neben dem Soniflex, das elliptische Bewegungen vollführt, wird das Vektorsystem verwendet. Bei diesem wird ein Pulver-Flüssigkeitsgemisch in Ultraschallschwingungen versetzt, wodurch man die Zahnwurzel sanft von Ablagerungen befreit und dabei gleichzeitig die Wurzel poliert.

Als weitere, unterstützende Maßnahme kann der Laser zum Einsatz kommen. Dieser ist in der Lage, ohne zusätzliche Medikamente Bakterien in den Zahnfleischtaschen zu beseitigen bzw. abzutöten. Weiterhin kann er erkranktes Gewebe entfernen und die Voraussetzung schaffen, dass das Zahnfleisch wieder am Zahn anwächst (Deepithelisierung).

Laserzahnmedizin:

Laser

Jeder Laser hat sein spezielles Einsatzgebiet. Unsere Praxis für innovative Zahnheilkunde kann dem Patienten umfassende Behandlungsmöglichkeiten bieten, denn sie verfügt über mehrere Lasersysteme.

Die Praxis verwendet den „LaserSmile™“, den „ezLase™“, den „WaterlaseMD™ “ und den „Diagnodent™“ Laser.

Vorteile von Laseranwendungen

Laser können in nahezu allen zahnärztlichen Behandlungsbereichen angewendet werden.

Für die Laserbehandlung sind Einfachheit und Schnelligkeit, fehlende postoperative Blutungen und Ödeme kennzeichnend. Zusätzliche Unterbindungen sind nicht erforderlich. In der Regel gibt es keine Restriktionen hinsichtlich der Ess- und Lebensgewohnheiten.

  • Schonend und effektiv
  • Keine oder weniger Betäubung
  • Weniger oder keine Blutungen
  • Der Heilungsprozess wird beschleunigt
  • Weniger Schmerzen
  • Die Schmerz auslösenden Vibrationen und die Hitzeentwicklung des Bohrers fehlen gänzlich.

Beim Einsatz eines Lasers kommt es zu einer Interaktion der speziellen Wellenlänge mit der Molekülstruktur des zu bearbeitenden Gewebes. Hinzu kommt ein thermischer Effekt, der je nach Einstellung des Lasers mehr oder weniger in Erscheinung tritt. Das Besondere bei diesem Eingriff ist, dass er oft ohne Betäubung durchführbar ist, was bedeutet, dass es weniger oder zu keinen Blutungen kommt und der Heilungsprozess beschleunigt wird.

Einsatzgebiete der verschiedenen Lasertypen

Waterlase
  • Der WaterlaseMD™ ist der weltweit führende Laser zur praktisch schmerzfreien Zahnbehandlung. Der hydrokinetische Er.Cr.:YSSG Laser ermöglicht dem Operateur eine saubere und präzise Schnittführung und im Hartgewebe eine hohe Abtragungsrate, die deutlich höher liegt als bei herkömmlichen Er:Yag-Lasern – und zwar in einem sehr weit gefächerten Indikationsspektrum. Zusätzlich werden viele Probleme des Bohrens, zum Beispiel Mikrofrakturen, die die Stabilität des Zahnes schwächen, vermieden. Darüber hinaus werden neben der Schmerzfreiheit auch ein besserer Halt der Füllungen durch eine optimierte Oberflächenstruktur des Zahnes und eine kariesprotektive Wirkung erreicht.Mit der Verwendung des WaterlaseMD ™ setzen wir als Zahnarztpraxis auf eine Patienten schonende Technologie!
Laser
  • Der LaserSmile™ wird im Wesentlichen zum Bleaching von Zähnen verwendet, sowie im Rahmen der Wurzelkanal- und Zahnfleischbehandlung.
EzLaseTM
  • Der EzLase™ findet seine Einsatzgebiete überwiegend im Rahmen von chirurgischen Eingriffen, Wurzelkanal- und Zahnfleischbehandlungen.
Diagnodent Laser
  • Der Diagnodent Laser™ hat seinen ausschließlichen Einsatz in der absolut schmerzfreien Karies-Erkennung. Er besticht auch dadurch, dass er kariöse Defekte erkennt, die sich dem menschlichen Auge entziehen.
  • Mit Farbstoff und Laserlicht zeichnet sich die HELBO-Therapie durch eine schmerzfreie und schnelle Anwendung aus. Sie ist eine rein lokale Therapie zur Zerstörung der entzündungsverursachenden Bakterien sowie Pilze und zeigt vor allem keine negativen Nebenwirkungen.

    » weiter…

Laser in der Chirurgie

Ein weiterer Vorteil in der Anwendung von Lasertechnik in der Zahnchirurgie besteht darin, dass während einer Operation der Patient vollkommen stressfrei bleiben kann, weil er kein herkömmliches Skalpell sieht. Blutgefäße werden mit Laserstrahlung an der behandelten Stelle hermetisch abgeschlossen, so dass eine praktisch blutfreie Inzision gewährleistet wird. So kann durch Laserbehandlung den Patienten geholfen werden, die zu Blutungen neigen.

Laserstrahlen töten die pathologische Mikroflora (Bakterien und Viren) im Bereich des chirurgischen Eingriffs ab, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer postoperativen Komplikation verringert wird.

Einsatzfelder des WaterlaseMD™

Allgemein

  • Desensibilisierung

Füllungstherapie

  • Anästhesieren
  • Zahnschmelz bearbeiten
  • Dentin bearbeiten
  • Oberflächenätzung
  • Karies entfernen
  • Kavitätendesinfektion & Kavitätenkonditionierung

Endodontie

  • Desinfektion des Wurzelkanals
  • Behandlung des Fistelkanals

Prothetik

  • Eröffnen des Sulcus vor der Abformung
  • Verlängerung der klinischen Krone

Parodontologie

  • Entfernung von infiziertem Gewebe
  • Deepithelisierung der Zahnfleischtasche
  • Desinfektion der Zahnfleischtasche

Chirurgie

  • Eröffnung von Abszessen
  • Gingivektomie (Zahnfleischentfernung)
  • Frenektomie (Entfernung von Lippen- oder Zungenbändchen
  • Excisionen (Entfernung von Gewebe)
  • Herpesbehandlung
  • Aphtenbehandlung
  • Osteotomie (Knochenbearbeitung)
  • Vestibulumplastik (sichtbare Vergrößerung des Kieferkammes)
  • Wurzelspitzenresektion
  • Koagulation

Implantologie

  • Festlegung der Implantatposition
  • Gewebeschnitt
  • Implantateröffnung
  • Sinusbodenelevation (Eröffnung der Kieferhöhle unter Schonung der Nasennebenhöhlenmembran)
  • Periimplantitistherapie
Laser in der Kinder-Zahnheilkunde

Kinder in der ZahnheilkundeMit den ersten Zähnen wird es auch Zeit für die erste Kontaktaufnahme mit dem Zahnarzt. Dieses erste Kennenlernen sollte nicht erst geschehen, wenn Schokolade & Co die ersten Spuren auf den Zähnen hinterlassen, sondern die Gelegenheit, das Vertrauen des Kindes zu gewinnen besteht schon viel eher. Zum Beispiel wenn ein Elternteil zu einer Kontrolluntersuchung die Praxis besucht.

Kinder brauchen eine ganz besondere Zuwendung. Nicht nur in ihrem Alltag und ihrer Entwicklung, sondern auch bei den Zahnarztbesuchen. Die unbekannte Umgebung, die Ungewissheit, was mit ihnen geschieht und ob sie vielleicht Schmerzen erfahren müssen, lässt Angst entstehen. Sie empfinden  Angst im Allgemeinen unmittelbarer und ungefilterter als Erwachsene, nehmen Gesten, Stimmungen und Verhalten noch stärker wahr als das gesprochene Wort und fühlen sich schneller schutz- und hilflos.

Im Gespräch mit Kindern über den Besuch beim Zahnarzt sollten Worte wie Bohrer, Spritze, Stillhalten, Schneiden, „bald ist es vorbei“ etc. unbedingt vermieden werden. Bei einer regelmäßigen Zahnpflege und Mundhygiene, sowie einer bedachten und ausgewogenen Ernährung von klein auf
Kinderzahnheilkunde bleiben Zähne lange gesund und stark und die ersten Besuche können einem „ Probesitzen auf dem fahrbaren Zahnarztstuhl“ entsprechen. 
Ist es dann doch soweit, dass Behandlungen anstehen, sind Zahnarzt und Umgebung schon vertraut und es war noch nicht nötig, Angst zu entwickeln.

Für eine weitere möglichst positive Erfahrung und traumafreie Behandlung bei Kindern sind nicht nur Zahnprophylaxe und der kindgerechte Umgang mit Ihnen wichtig, sondern auch zeitgemäße und innovative Technologie.

Bei dem Einsatz des WaterlaseMD™ wird Wasser mittels Laserenergie verdampft. Die daruch erzeugte kinetische Energie kann wie ein Zahnarztbohrer verwendet werden, ohne dass wirklich gebohrt werden muss. Die Behandlung ist nahezu schmerzfrei und eine Betäubung bleibt deshalb in den meisten Fällen unnötig, eine Spritze und das unangenehme Taubheitsgefühl werden also vermieden.

Ein meist störendes und angsteinflößendes Vibrieren eines Bohrers bleibt aus und Blutungen können nur sehr selten entstehen, da die behandelte Stelle durch den Laserstrahl hermetisch abgeschlossen wird. Zusätzlich wird dank der hohen Präzision bei der punktgenauen Entfernung der geschädigten Zahnareale durch den Laserstrahl, gesundes Zahngewebe erhalten und besser geschützt.

Der Laser findet also gerade in der Kinderzahnheilkunde einen besonders positiven Einsatz.

Angstpatienten:

Angstpatienten

Liebe Patienten

In Deutschland verspüren laut Umfragen 70 % der Bevölkerung Unbehagen vor einem Zahnarztbesuch, 20% davon sind hochängstlich und 5% meiden den Zahnarztbesuch ganz.
Diese 5% leiden unter der so genannten Zahnbehandlungsphobie, die also Millionen Menschen betrifft.

Die Ängste sind dabei sehr vielfältigen Ursprungs, wobei „die Ungewissheit vor dem was beim Zahnarzt passieren wird“ und das durchlebte Trauma in der Kindheit bei einem Zahnarztbesuch am Häufigsten genannt werden.

Die sich daraus entwickelten Ängste betreffen alle evt. schmerzhaften ,invasiven  Eingriffe, also vor allem den Bohrer, eine Wurzelkanalbehandlung, das „Ziehen“ eines Zahnes, aber auch die Spritze zur Schmerzausschaltung.

Diese Patienten  erleben ihre Ängste bei einem Zahnarztbesuch nicht nur psychisch sondern auch körperlich: 
Die Symptome reichen dabei von Schwindel, Übelkeit und Schweißausbrüchen bis zu Herzrasen und Kreislaufkollaps.

Wie unterscheidet sich nun ein Angstpatient von einem Phobiepatienten?

Hier ein kleines Beispiel um den Unterschied zu verdeutlichen:
Ein Mann fährt zum Flughafen, checkt ein, sitzt im Flugzeug und fliegt los. Nach einer Weile sieht er Rauch am Triebwerk, dann Flammen und hört die Durchsage des Kapitäns, dass wegen technischer Probleme zwischengelandet wird. Der Mann hat Schweißausbrüche, Herzrasen, nasse Hände, also Furcht, und zwar berechtigte Furcht.

Ein anderer Mann fährt zum Flughafen, checkt ein und fliegt los. Während des Fluges stellt er sich das Triebwerk voll Rauch und Flammen vor und bekommt nasse Hände, Schweißausbrüche und Herzrasen. Dieser Mann hat Angst. 

Wieder ein anderer Mann welcher im Taxi zum Flughafen sitzt und sich nun die Situation im Flugzeug mit dem brennenden Triebwerk vorstellt. Auch er bekommt nasse Hände, Schweißausbrüche und Herzrasen woraufhin er zurück nach Hause fährt und die geplante Reise ausfallen lässt. Dieser Mann hat eine Phobie.

Folgen

Die Betroffenen meiden meist jeglichen ZA-Besuch und leben/leiden mit den Folgen:

  • Kariöse ,verfärbte Zähne mit teilweise großen Defekten
  • Zahnfleischerkrankungen und Mundgeruch
  • Schmerzen, dadurch vermehrte Einnahme von Schmerzmitteln
  • Scham, u.v.m.
  • Häufig resultieren eine starke Einschränkung der Lebensqualität und die soziale Isolation der Betroffenen.

Vollnarkose

Oft wird von diesen Patienten eine Behandlung unter Vollnarkose erwünscht.
Problematisch wird diese Entscheidung vor allem bei Patienten die nicht vollständig in einer Sitzung unter Vollnarkose saniert werden können oder unter chronischen Erkrankungen leiden. Auch sollte man die Risiken und Nebenwirkungen nicht außer Acht lassen.

Was die Vollnarkose aber auf  keinen Fall kann ist jemanden von seiner Phobie zu heilen!
Damit soll die Vollnarkose nicht verdammt werden, sondern sie sollte nur mit Bedacht und unter strengster Indikationsstellung gewählt werden.

Die Zahnbehandlungsphobie ist eine anerkannte psychische Erkrankung und kann in ausgeprägten Fällen auch als solche durch einen Psychotherapeuten behandelt werden.

Manchmal kann durch eine enge Zusammenarbeit von Zahnarzt und Psychotherapeuten eine Verbesserung des Zustandes (Behandlungsfähigkeit) und auch die Ausheilung erreicht werden.

Wie können nun also Patient und Zahnarzt trotz aller Schwierigkeiten ein Team werden?

  • Reden Sie offen mit uns über Ihr Problem, damit sich Ihr Zahnarzt und das Praxisteam auf Ihre Situation einstellen können. Es gibt viele Patienten die hochängstlich sind und Sie brauchen sich nicht zu schämen!
  • Lassen Sie sich vor der Behandlung genau aufklären und besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt für welche Behandlungsschritte Sie sich schon bereit fühlen.
  • Wir nehmen uns Zeit für Sie! Unser Team ist im Umgang mit Phobiepatienten geübt und wird Sie freundlich durch die Behandlung führen.
  • Bringen Sie evt. eine Begleitperson mit, die Ihr Vertrauen besitzt und Sie unterstützt.
  • Verdeutlichen Sie sich die Notwendigkeit einer Behandlung und setzen Sie sich Ziele.
  • Wir bieten Ihnen schmerzarme bis schmerzfreie Behandlungen mit Hilfe des Lasers, der berührungslos und ohne das bekannte Bohrgeräusch arbeitet.
  • Sollten Sie starke Schmerzen haben, wenden Sie sich möglichst zügig an einen Zahnarzt Ihres Vertrauens. Es kann ihnen in jedem Fall auch mit sanften Methoden ( u.a. mit dem Laser )geholfen werden.
  • Bei vorher festgelegtem Behandlungsplan wissen Sie was auf Sie zukommt und haben die Möglichkeit sich darauf einzustellen.

Ein Beispiel für den 1. Termin bei uns:

Nachdem Sie unseren Anamnese-Bogen mit einigen Fragen beantwortet haben, werden Sie in eines unserer Behandlungszimmer geführt, wo Sie sich erst einmal setzen und  sich mit Ihrem Zahnarzt vertraut machen können. D.h. Sie berichten über den Grund Ihres Besuches, Ihre Erwartungen und Wünsche. Der Arzt wird Sie dann über verschiedene Möglichkeiten der Behandlung  aufklären, z.B. den Einsatz des Lasers erklären.

Dann folgt die Untersuchung der Mundhöhle, mit Spiegeln und stumpfen Instrumenten (evt. dem Diagnodent, einem berührungsfreien Diagnose-Laser) und es werden vielleicht Röntgenbilder gemacht. 

Ganz wichtig: Sie sollten sich nie ausgeliefert fühlen! Sie haben jederzeit die Möglichkeit die Behandlung zu unterbrechen und Einfluss auf den weiteren Verlauf zu nehmen.

Abschließend wird Ihr Zahnarzt Ihnen die notwendigen Behandlungen erklären und Ihre Fragen beantworten. Danach können Sie zusammen weitere Termine und deren Ablauf planen.

Wissenswertes:

Flug- & Taucherzahnmedizin

Jeder der taucht und viele, die schon einmal geflogen sind, haben bemerkt, dass sich der Druck in den Ohren spürbar verändert. Doch das ist nur ein Einfluss den man bemerkt, wenn sich die Umgebungsverhältnisse ändern.

Der veränderte Druck findet sich auch in anderen Körperorganen. Zu diesen Körperorganen zählen mitunter auch die Zähne und das Zahnfleisch, das Kiefergelenk und die Gesichtsmuskeln, also der gesamte Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich.

Ursachen sind neben der Druck- und Temperaturänderung Vibrationen und Stress. Das heißt, bei der Taucher- und Flugzahnmedizin handelt es sich unter anderem um die besondere Berücksichtigung von Umweltfaktoren, die in bestimmten Umgebungsverhältnissen (im Besonderen: Umgebungsdruckschwankungen) auftreten können.

Ein Einfluss auf das Zahn-, Mund- und Kiefersystem ist dabei insbesondere dann möglich, wenn schon Vorerkrankungen vorliegen oder Therapien erfolgt sind, die den besonderen Umgebungsverhältnissen keine Rechnung getragen haben. Deshalb müssen verschiedene Umweltfaktoren bei der Diagnostik von Beschwerden in diesem Gefüge berücksichtigt werden.

Gereizte Weisheitszähne und am Wurzelkanal erkrankte Zähne sind besonders betroffen. Die Phase, in denen die Veränderung der Umgebungsverhältnisse eintritt, ist die Zeit, in der die meisten Probleme auftauchen.

Beim Fliegen treten die Beschwerden in erster Linie beim Steigflug und in der Landephase auf. Da ein Wechsel der Umweltverhältnisse beim Tauchen noch schneller stattfindet, sind hier auch die meisten Probleme zu erwarten.

Bezeichnungen für solche Erkrankungen sind in der Regel: Barodontalgie, Dysbarismus, Aerodontalgie, Aerodontopathie, Druckfallstörung, Dysbarismus.

seit 1995 eine Pilotenlizenz seit 1998 Rettungstaucher (Professional Association of Diving Instructors)
Die Welt der Zahnmedizin

Für ausführlichere Informationen rund um alle Themen und selbstverständlich für die individuelle Behandlung Ihrer persönlichen Anliegen beraten wir sie gerne persönlich!

Darüber hinaus haben wir hier eine kleine Zahnkunde zusammengestellt:

Ein Erwachsener hat 28 Zähne (+ eventuell 4 Weisheitszähne).

Das Gebiss setzt sich aus 8 Schneide-, 4 Eck- und 16 Backenzähnen zusammen.

Um zu verstehen, wie Zahnschmerz entsteht und warum Sie ihn so empfinden, sei an dieser Stelle der Zahn, vorgestellt:

Er verfügt über eine harte Schale und einen ausgesprochen empfindsamen Kern, in dem seine Nerven und die Blutgefäße eingelagert sind.

Dieses weiche Lager ist das Zahnmark, die Pulpa. Sie ist bis auf eine kleine Öffnung zum Kieferknochen, durch die die Gefäße verlaufen, vom Zahnbein, dem Dentin umgeben.

Dentin ist hart, aber elastisch und kann lebenslang nachgebildet werden. Im Gegensatz zum Außenpanzer, dem Zahnschmelz.

Der Wurzelzement umfasst den Zahn vom Zahnhals bis zur Wurzelspitze. Der Zahn wird in das Zahnfach oder auch Alveole genannt, eingebettet. Sie ist vom Kieferknochen eingefasst, welcher wiederum von der Gingiva, unserem Zahnfleisch umgeben wird.

Der Zahn ist anfällig für Schädigungen oder Erkrankungen. Zu unterscheiden sind dabei wesentlich die Erkrankungen des Zahns selbst und solche des Halteapparates.

Der häufigste Schaden am Zahn wird durch Bakterien hervorgerufen und landläufig Karies genannt. Die Bakterien zerstören den Zahnschmelz, fressen sich durch das Dentin und die Pulpa.

Über die Nerven alarmiert der Zahn das Gesamtsystem in Form von Schmerz, da aber alle Zahnnerven in einem großen Kiefernerv gebündelt werden, ist der exakte Schmerzherd oft nur von der Zahnärztin, dem Zahnarzt zu ermitteln.

Bevorzugter Krankheitsherd im Zahnhalteapparat ist das Zahnfleisch. Als Teil der Mundschleimhaut ist es sehr anfällig für Bakterien und in deren Folge auch für Entzündungen.

Vielfach können Zahnfleischbluten (ein Symptom der meist harmlosen Gingivitis) und leichte „Parodontitis“ durch gründliche Entfernung der mikrobiellen Beläge bei der Zahnpflege zu Hause beseitigt werden.

Im Falle einer schweren Parodontitis wird der Zahnhalteapparat in seiner Substanz angegriffen: Das Zahnfleisch geht zurück, die Zähne werden immer länger.

Aber dazu muss es nicht kommen.

Öffnungszeiten

MO 10.00 - 19.30 Uhr
DI 07.30 - 14.30 Uhr
MI 10.00 - 18.30 Uhr
DO 07.30 - 14.30 Uhr
FR gerade Woche
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FR ungerade Woche
07.30 - 14.30 Uhr

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